Preis für Qualität im Rettungsdienst

(für Deutschland, Österreich und die Schweiz)

Die Aussendarstellung von qualitätsverbessernden Maßnahmen im Rettungsdienst gestaltet sich häufig schwierig. Eine Honorierung solcher Maßnahmen findet oft meist gar nicht statt, denn Qualitätspreise im Gesundheitswesen sind rar und in der Regel nicht auf den Rettungsdienst anwendbar. Dieser Umstand soll sich nun endlich ändern. Erstmals wird in 2011 der mit 3000,00 Euro dotierte „Preis für Qualität“ im Rettungsdienst unter der Schirmherrschaft von Bundesgesundheitsminister Dr. Phillip Rösler ausgeschrieben. Dabei handelt es sich nicht nur um einen deutschen Preis sondern um eine Zusammenarbeit der Organisationen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Mit diesem Preis werden erstmals Projekte ausgezeichnet, die nachweislich eine Qualitätsverbesserung im Rettungsdienst bewirkt haben. Nach dem Motto „von den Besten lernen“ sollen diese Projekte Vorbildcharakter haben und auch auf andere Rettungsdienste übertragbar sein.

Die Prämierung findet im Rahmen des Oldenburger Notfallsymposiums statt. Die ersten 3 Finalisten werden dorthin eingeladen. Alle Teilnehmer erhalten die Möglichkeit ihre Verbesserung im Rahmen einer Kurzpräsentation vorzustellen. Über die Preisvergabe wird in der Fachpresse berichtet.

Folgende Institutionen und Organisationen unterstützen das Projekt ausdrücklich und sind ideelle Träger des Preises für Qualität im Rettungsdienst.

Deutscher Berufsverband für den Rettungsdienst (DBRD)

Interverband Rettungswesen Schweiz (IVR)

Bundesverband Rettungsdienst Österreich (BVRD.at)

Bundesverband Ärztliche Leiter Rettungsdienst (ÄLRD)

Arbeitsgemeinschaft in Norddeutschland tätiger Notärzte (AGNN)

Arbeitsgemeinschaft der Berufsfeuerwehren Niedersachsen (AGBF)

Natürlich kommt ein solcher Preis auch nicht ohne Sponsoren aus. Dies Sponsoren stehen natürlich gleichermaßen für Qualität im Rettungsdienst und sind somit auch keine Unbekannten.

In diesem Jahr sagen wir “Danke!” an:

PAX
Ambu 
Corpuls

Ein Qualitätsverbesserungsprojekt dient dazu, die Bedürfnisse und Erwartungen der Kunden und auch der Mitarbeiter zu erfüllen oder sogar zu übertreffen. In diesem Zusammenhang müssen letztendlich alle Verbesserungen dem Patienten zugute kommen. Die Verbesserungen müssen zudem sichtbar, spürbar oder messbar sein.

Dabei muss es sich aber keinesfalls immer um besonders ausgefallene Projekte handeln. Denn gerade die kleinen Dinge sind es die uns im täglichen Rettungsdienstalltag  weiterbringen. Dazu ein kleines klassisches Beispiel:

Bisher hat jeder bei Ihnen im Rettungsdienst mitwirkende Mitarbeiter die Patienten nach bestem Wissen und Können versorgt. Um hier eine einheitliche Vorgehensweise zu implementieren haben sie verbindliche Standards eingeführt, festgeschrieben, geschult und überprüft.

Das Team reicht seine detaillierte Projektbeschreibung, die nach den allgemein üblichen Regeln der Qualitätsverbesserungsmethodologie ausgearbeitet ist, bei dem nationalen Komitee ein. Die eingereichten Projekte werden in mehreren Schritten bewertet. Zunächst wählt eine unabhängige Bewertungskommission aus allen Projekten die Finalisten aus.

Die Auswahl der Finalisten erfolgt anhand eines einheitlichen strukturierten Beurteilungsbogens. Der Beurteilungsbogen umfasst die folgenden Bereiche und Fragen:

Ist der Verbesserungsprozess logisch und vollständig dargestellt?

Wie wird die Qualitätsverbesserung gemessen und wie sind die Messergebnisse gestaltet.

Sind alle relevanten Mitarbeiter involviert gewesen?

Wie wurde die Qualitätsverbesserung in der Theorie und in der täglichen Praxis umgesetzt?

Was hat das Projekt insgesamt bewirkt?

Ggf. werden weitere Dokumente angefordert oder es findet zur besseren Beurteilung ein vor Ort Besuch statt um sich ein besseres Bild vom Projekt und den beschriebenen Verbesserungen zu machen.

Die Jury umfaßt namhafte Vertreterinnen und Vertreter aus dem Rettungswesen. Im einzelnen sind dies:

Andreas Weyland

Jörg Gellern

Frank Flake

Christoph Redelsteiner

Klaus Runggaldier

Marco K. König

Georg v. Knobelsdorff

Martin Gappisch

Jens Spekker

Zur Preisvergabe: Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

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Die Preisträger 2011-2017